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1996 - heute
1996 war das Jahr der großen Erneuerung. Die letzten Gründungsmitglieder hatten uns verlassen und so wurde Peter Schnappberger als dienstältester Spieler zum Regisseur bestimmt, während sein Vater Ludwig, bisher 2. Vorstand, zum 1. Vorstand gewählt wurde. Der Einstand der neuen Truppe war eine turbulente Familienkomödie: "Bleib cool, Mama" von - natürlich möchte man sagen - Ulla Kling. Da Walter Simon und Geri Becker nun nicht mehr zur Verfügung standen, mußten wir in diesem Jahr auf unser Markenzeichen, die Schmuser, leider verzichten.
Peter Schnappberger war das gar nicht recht, stellte dieses Gesangsduo doch ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Theatergruppen dar. Kurz entschlossen schrieb er darum die Schmusertexte zu "Die bayerische Miss Marple" von Theo Solleder selbst. Die Melodien klaute er von so bekannten Liedern wie "Macky Messer" oder "Kriminaltango". Da Peter leider nicht singen kann - wie wir in der Generalprobe feststellen mußten - fiel das geplante Duett mit unserem Neuzugang Anna Gavrilovic ins Wasser. Anna mußte also alleine singen, begleitet am Klavier von Michael Kohmünch, dem Leiter des Kirchenchores.
Bei der Verwechslungskomödie "Die Falsche im Arm" von Wolfgang Bräutigam, die im Frühjahr 1998 gespielt wurde, gab Schnappberger, der aus beruflichen Gründen vorläufig wegzog, die Regie an Wolfgang Becker ab. Am Premierenabend sorgte Hauptdarsteller Robert Lehner für etwas Aufregung, als ihm kurz vor Vorstellungsbeginn schlecht wurde. Doch mithilfe der Herrschaften vom Roten Kreuz konnte er rasch wieder aufgepäppelt werden, so daß die Aufführung mit leichter Verspätung doch über die Bühne ging.
Im Jahr darauf wurde es dann heiter-gruslig bei "Lenz, wo bleibst denn?" von Ulla Kling. Hier musste ein Verunglückter als Geist im Zwischenreich zwischen Leben und Tod mit ansehen, was in seiner Abwesenheit im Haus so alles nicht nach seinen Wünschen läuft. Das Regieamt wechselte in diesem Jahr zu Manfred Schunn.
Um einen guten Geist - sprich: Schutzengel - ging es 2000 bei Peter Landstorfers "Der bayerische Protectulus". Regisseur Manfred Schunn bescherte uns in November 1999, kurz nach Probenbeginn, einen Mordsschrecken, als er wegen eines Arbeitsunfalls für zwei Monate ausfiel. Glücklicherweise war Peter Schnappberger schon wieder im Lande und konnte aushelfen.
2001 wurde es wieder etwas "irdischer". In "Aktion Don Quixote" (Walter G. Pfaus) versucht der streitbare Buchhändler Samuel Geist gegen die Willkür seines Bürgermeisters ein zu schreiten und organisiert einen (fingierten) Hungerstreik im Seniorenheim.
Im Frühjahr 2002 waren dann wieder einmal Gauner auf der Bühne des Freizeitheims zu sehen. In "Diamanten im Stroh" von Claudia Gysel nutzen zwei schwule Gangster die Aktion "Schlafen im Stroh" der jungen Bäuerin Barbara Mooshammer, um sich vor der Polizei zu verstecken. Regie führte in diesem und dem nächsten Jahr Marion Zapke mit Unterstützung von Peter Schnappberger. Auch hier gab es bei einer Aufführung Stress, weil Andrea Lübben wegen Kreislaufproblemen am Morgen ihre Mitwirkung absagen mußte. Regisseurin Marion Zapke kopierte sich also kurzerhand die Passagen der "Viola Wagner" auf handliches Format zurecht und spielte die Rolle mit Spickzettel (den sie allerdings kaum brauchte!!).
2003 wagten wir mit "Ein Traum von Hochzeit" einmal den Versuch, ein reines Boulevardstück auf die Bretter zu bringen, das auch schon in der Kleinen Komödie am Max II in München gelaufen war. Diesmal war es zweiter Vorstand Wolfgang Böhm, der für Hektik sorgte: Bei der Generalprobe schon stimmlich angekratzt, mußte er am Premierenwochenende wegen einer Stimmbandentzündung passen. Zum Glück ist seine Frau Anna ebenfalls ein bewährtes Mitglied unseres Vereins und sprang - mit nur einer einzigen Probe - in den ersten beiden Vorstellungen ein. Hut ab!
"Ein unvergesslicher Wahlkampf" von Walter G. Pfaus war 2004 im Frühjahr zu sehen - nunmehr geleitet von Karin Schneckenaichner. Hier trickst Bürgermeister Florian Warwas seine Frau Claudia vermittels eines fremden BHs, der in seinem Auto liegen geblieben war, aus und bringt sie dazu, gegen ihn zu kandidieren. Claudia denkt natürlich an einen Seitensprung und setzt mit Freundin Beate und Sekretär Bastian alle Hebel in Bewegung, um zu gewinnen, was ihr schließlich auch gelingt. Leider hatte Andrea Lübben dieses Jahr gesundheitliche Probleme und so musste Regisseurin Karin Schneckenaichner die Hauptrolle sechs Wochen vor der Premiere übernehmen. Bravo!!
Auch nach den Aufführungen gab es etwas Neues: Ludwig Schnappberger wollte sich in den Theater-Ruhestand verabschieden und kandidierte nicht mehr für das Amt des 1. Vorstands. Sein Sohn Peter Thum wurde daher bei der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit zum neuen 1. Vorstand gewählt, während alle anderen Ämter in den bewährten Händen von Wolfgang Böhm, Gertrud Schnappberger, Wolfgang Becker und Karin Schneckenaichner blieben.
2005 war's wieder kriminell: "Ein haariger Fall" (Josef Parzefall und Richard Oehmann) war zu lösen. Regisseurin Karin Schneckenaichner tat das als Zenta Nockerl auch - und außerdem schaffte sie es, das Stück ein zu studieren, obwohl wir insgesamt sechs Mal umbesetzen mussten! Deswegen gerieten wir beim Proben etwas in Verzug und so wurden nach 25 Jahren zum ersten Mal die Aufführungen um zwei Monate verschoben.Wegen dieser Verschiebung konnten wir auch den Saal nicht fünf Wochenenden belegen, so dass wir uns seither mit zwei Aufführungswochenenden begnügen und nun Freitag/Samstag/Sonntag und Freitag/Samstag spielen.
Im März 2006 wagten wir uns zum ersten Mal an ein Stück, das mehrere Bühnenbilder verlangte. Bisher hatten wir solches vermieden, da unsere Bühne sehr fest installiert ist. Aber ein Besuch beim Autor Peter Landstorfer überzeugte die Vorstandschaft, dass wir das auch hinbringen würden. Überdies hatten wir viele neue Mitglieder gewonnen, so dass einige freiwillige Helfer hinter den Kulissen verfügbar waren. Bei den Generalproben stellte sich dann heraus, dass der große Umbau in nur 8 Minuten zu bewältigen war, während die Damen zum Umziehen 20 brauchten.... Das Stück "Theater" selbst war auch eine Herausforderung: Es zeigt eine Laienbühne beim Auswählen, Proben und Aufführen eines Theaterstücks, sodass jeder Spieler eigentlich zwei Figuren zu verkörpern hatte - die "normale" und die "Rolle". Mit sechs Neuzugängen bei zehn Rollen war das für Regisseurin Karin Schneckenaichner eine gewaltige Aufgabe, die aber insbesondere von den Neuen meisterhaft gelöst wurde.
Auch 2007 spielten wir ein Landstorfer-Stück. "Ratsch und Tratsch" ist eine Komödie, die zur Abwechslung mal kein Happy-End hat. Das war für unser Publikum zwar eine Überraschung, aber trug dennoch zum Erfolg des Stücks bei. Als Neuerung - da uns jetzt nach dem Umbau des Freizeitheims ein geeigneter Saal zur Verfügung steht - gab es in diesem Jahr am Sonntag eine Nachmittagsvorstellung, die sehr gut angenommen wurde und auch in den folgenden Jahren beibehalten wird.
Bei den Vorstandswahlen gab es ebenfalls etwas Neues: Günther Lübben wurde zur Schriftführer gewählt, nachdem Wolfgang Becker aus beruflichen Gründen im Herbst zurückgetreten war.
Daneben hatten wir 2007 noch einen öffentlichen Auftritt: Am 30. Juni wurde das Freizeitheim nach dem grossen Umbau wieder eröffnet und wir waren mit zwei Sketchen und einem Infostand dabei.
Für 2008 hatten wir uns wieder einmal einen neuen Autor ausgesucht: Ralph Wallner, dessen Stück "Die verhexte Hex" im Herbst 2007 in Gernlinden seine Uraufführung hatte. Da wir schon beim Lesen begeistert waren, besuchten wir natürlich die Gernlindner Kollegen und waren überzeugt, dass diese spritzige Komödie auch bei unserem Publikum gut ankommen würde. Und tatsächlich wurde sogar der eine oder andere im Publikum verzaubert...
Auch 2009 lieferte Ralph Wallner das Stück: "Schmugglerbazi" stand ab März auf dem Gröbenzeller Spielplan. Wir haben uns diesmal allerdings die Freiheit genommen, an den Figuren und dem Text etwas herum zu basteln, um unserem Publikum besser gerecht zu werden.
Leider traf uns in dieser Saison - kurz vor Beginn des Vorverkaufs - ein schwerer Schlag: Wegen eines Krankenhausaufenthalts mußte unsere langjährige Kassiererin Gertrud Schnappberger ihr Amt zur Verfügung stellen. Die Vorstandschaft berief kurzfristig Frau Monika Taube, die sich spontan dafür bereit erklärte, in dieses verantwortungsvolle Amt, so dass der Kartenvorverkauf problemlos starten konnte.
Daneben gab es dieses Jahr noch ein Zuckerl im Sommer: Unser Walter Gelmini gastierte im Gröbenzeller Bürgerhaus mit "Hermann's Schlacht", einem Solostück. Darin versucht Statist Hermann Kleists Herrmannschlacht zu retten, als er fest stellt, dass er als einziger Darsteller auf der Bühne erscheint.
Unser neues Stück stammte auch in der aktuellen Saison wiederum von Ralph Wallner. Es trägt den Titel "Der Vampir von Zwicklbach" und wurde im März 2010 im Gröbenzeller Freizeitheim zu einem Kassenschlager. Mehr dazu finden Sie auf unserer Aktuellen Seite und auf der 2010-Seite.
Die Mitgliederversammlung brachte mit den Neuwahlen zur Vorstandschaft große Veränderungen. Peter Thum (1. Vorstand) und Wolfgang Böhm (2. Vorstand) hatten schon im Vorfeld bekannt gegeben, nicht mehr für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Schriftführer Günther Lübben legt ebenfalls sein Amt nieder und unsere Interims-Kassierein Monika Taube wollte zu Gunsten ihres Mannes Richard das Amt nicht weiter führen. Somit mußten von fünf Vorstandsposten vier neu besetzt werden. Einzig Regisseurin Karin Schnecknaichner wurde im Amt bestätigt und wird nun auch den Gesamtverein als 1. Vorstand leiten. Ihr zur Seite steht als 2. Vorstand Andrea Lübben, während Ex-Vorstand Peter Thum das Amt des Schriftührers übernahm. Richard Taube wurde auf Vorschlag seiner Frau Monika als Kassier gewählt.
<<< Und hier geht's zu den Anfängen bis 1995...
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